Montag 16.02. Demonstration für eine menschliche Asylpolitik und für die Rechte der Geflüchteten

Monday 16/02 Demonstration for a humane asylum politics and the rights of the refugees

[Zeit und Ort kommen später]

Auch wenn die Ereignisse der letzten Wochen, rund um die Spaltung der PEGIDA, bei einigen für Freude gesorgt haben mögen, mit diesen Selbstzerlegungsvorgängen ist leider weder der tief in den sächsischen Köpfen verankerte Rassismus zur Vergangenheit geworden, noch haben sich die Zustände, unter denen Asylsuchende hier leiden müssen, gebessert. (mehr…)

Aufruf der Kampagne NoExcuses zum Februar 2015

Wir unterstützen den Aufruf von der Kampagne NoExcuses

Aufruf der Kampagne NoExcuses zum Februar 2015

Auch in diesem Jahr ruft die Kampagne NoExcuses wieder dazu auf, sich kritisch mit dem Dresdener Gedenkspektakel und trauernden (Neo-)Nazis auseinander zu setzen.

Hier der Aufruf: Kampagne NoExcuses zum Februar 2015

17.01. 15:00 Albertplatz Demonstration Rights and Safety for Refugees!

Demonstration Rights and Safety for Refugees!

In Memory of Khaled Samstag 17. Januar, 15:00 Albertplatz

In Memory of Khaled Samstag 17. Januar, 15:00 Albertplatz

They don’t really care about us -

Khaled Idris Bahray ist tot

Am Morgen des 13. Januar 2015 wurde der eritreische Flüchtling Khaled Idris Bahray (†20) im Hinterhof seines Wohnhauses in Leubnitz-Neuostra tot aufgefunden.

Entgegen erster Polizeimeldungen ist mittlerweile sicher, dass Khaled durch mehrere gezielte Messerstiche ums Leben gekommen ist. Ein rassistisches Tatmotiv kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Khaled kam aus Eritrea und war erst seit wenigen Wochen in Dresden. Seine Freund*innen sind geschockt und wollen wissen, warum er getötet wurde. Sie wollen aber auch wissen, warum sie hier – in Dresden – nicht sicher sind. Aus diesem Grund werden wir uns am Samstag treffen und gemeinsam auf die Straße gehen, um die Fragen und Forderungen seiner Freund*innen lautstark auf die Straße zu tragen.

Warum wurde Khaled ermordet?

Das wissen wir bisher nicht. Niemand weiß das bisher. Die übliche Reaktion auf solche Fälle ist jedoch immer zuerst, einen rassistischen Mord auszuschließen. Das haben die NSU-Morde und der Fall von Oury Jalloh mehr als deutlich gezeigt. Die Erkenntnisse aus diesen Fällen und die Berichte auch der Freund*innen von Khaled zeigen aber, dass Geflüchtete hier bedroht sind. Sie haben Angst. Und ihre Angst ist berechtigt. Das allein ist Grund genug auf die Straße zu gehen und gegen Rassismus zu protestieren.

Die Dresdner Polizei hat ihre Ermittlungen um den Mord an Khaled mit Fehleinschätzungen und Versäumnissen begonnen. Obwohl seine Leiche blutüberströmt gefunden wurde, schloss die Polizei “Fremdeinwirkung” vorzeitig aus. Erst durch öffentlichen und medialen Druck ermittelt nun die Mordkommission und stellt klar: Khaled wurde mit Messerstichen getötet. Der falsche Anfangsverdacht hat die ganze Ermittlungsarbeit verzögert: Erst 30 Stunden nachdem Khaled gefunden wurde, sicherten Beamt*innen die Spuren. Dabei hat die Dresdner Polizei bereits in der Vergangenheit rassistische Gewalt bagatellisiert und durch ihre “Ermittlungen” Aufklärung eher behindert als befördert; bekannt wurde dies beim Mord an Jorge Gomondai 1991. Deswegen fordern wir umfassende Aufklärung des Mordes und werden alle Ermittlungen kritisch begleiten.

Rassismus gestern und heute (mehr…)

14.01.2015 Dresden 14:00 Gomondai-Platz: Mahnwache für Khaled Idris Bahray

+++ Heute 14:00 Gomondai-Platz: Mahnwache. +++

Khaled Idris Bahray ist tot.

Der aus Eritrea Geflüchtete wurde am Dienstag morgen blutüberströmt vor seiner Haustür in Dresden gefunden. Freund_innen und Mitbewohner_innen von Khaled Idris gehen von einem gewaltsamen Tod aus.
Wir sind in Gedanken bei den engen Bekannten und Freund_innen von Khaled Idris Bahray und trauern mit ihnen. Wir können nur ahnen, was die Mitbewohner_innen von Khaled, was viele andere Geflüchtete in Dresden angesichts dieser Nachricht im Moment durchmachen müssen.
Angesichts dessen möchten wir euch zu einer Mahnwache am Jorge-Gomondai-Platz aufrufen. Wir werden dort ab 14:00 Uhr versuchen, unseren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, auch wenn sie nicht in Worte zu fassen sind. Wir tun dies nicht vereinzelt, sondern zusammen. Nicht im Privaten, sondern auf der Straße, weil dies in einer Stadt mit offen rassistischer Grundstimmung geschehen ist.
Wir wollen gemeinsam nach Wegen aus der Ohnmacht suchen, die in solchen Momenten um sich greift und uns zu lähmen droht. Kommt zahlreich!

Über die zunächst widersprüchlichen Angaben der Polizei: https://mopo24.de/nachrichten/toter-asylbewerber-ein-verbrechen-frage-3807

07.01.2015 Bundesweite Demonstration Dessau – 10 Jahre Mord an Oury Jalloh

07.01.2015 Bundesweite Demonstration Dessau - 10 Jahre Mord an Oury Jalloh

Bundesweite Kundgebung und Demonstration zum 10. Jahrestag der Ermordung Oury Jallohs am 07.01.2015, 14 Uhr, Hauptbahnhof Dessau-Roßlau. Aktuelles findet ihr auf der Seite der Initiative für Oury Jalloh sowie Mobiplakate zum ausdrucken, siehe Teil 1 und 2.

Seit nunmehr zehn Jahren kämpfen die Freund_innen und Angehörige des ermordeten Asylbewerbers Oury Jalloh aus Sierra Leone um die Aufklärung seines Todes. (mehr…)