Ak TPP: Es geht los!

Wir haben Aktivist_innen gesucht und haben sie gefunden. In der nächsten Zeit werden wir mit der AARGB, Sozialen und politischen Bildungsvereinigung Limbach Oberfrohna und anderen Akteuren zusammenarbeiten.

Vernetzen!
       Solidarisieren!
              Organisieren!
                     Agieren!               Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Hier die Daten zu unseren ersten Veranstaltungen:

06.06.2013 – “Tradition als Selbstzweck – der Spagat studentischer Verbindungen im 21.Jahrhundert”

Referent: Stefan Taubner

Wo? Linksbüro – Rochlitz

Start: 18.00Uhr

„Tradition mit Zukunft“ hieß einst das verbandsübergreifende größte Portal studentischer Verbindungen im deutschsprachigen Raum, dessen Betrieb im Herbst 2011 eingestellt wurde, wie die „Junge Freiheit“ mit Bedauern berichtete. Doch die Zukunftsfähigkeit eines Modells, das vor allem auf Identitätsstiftung durch ritualisierte Geschichte baut, scheint seit Jahrzehnten durch sinkende Mitgliedszahlen in Frage gestellt. Während moderat-konservative Verbindungen sich mit diesem Spagat zunehmend selbst zerreißen, kann das rechtskonservative Spektrum sich um die Rettung des Verbindungswesens kümmern und im Anbetracht des bedrohlichen Schwunds eine vormals differenzierte Verbindungslandschaft unter seiner Führung zusammenbringen. Angesichts dieser Situation sollen im Vortrag Geschichte und Gegenwart des deutschen Verbindungsmodells unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklungen der sog. Neuen Rechten erläutert und an lokalen Beispielen (v.a. Dresden) veranschaulicht werden.

15.06.2013 – “Elemente und Erscheinungsformen des Antisemitismus.”

Referent_innen: Ulrike Marz und Johannes Diesing

Wo? Chemnitz – Lesecafé im Kompott | Leipziger Straße 3

Start:19.00Uhr

Die Veranstaltung soll einführend die alten und neuen Formen des Antisemitismus vorstellen. Dabei soll über Entstehungskontexte, Wirkung und Funktion des Antisemitismus gesprochen werden. Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt darauf zu zeigen, dass der Antisemitismus ein Phänomen mit einer langen Tradition ist, sowohl in christlich wie in islamisch geprägten Gesellschaften und mit dem konkreten Handeln von Juden und Jüdinnen nicht das Geringste zu tun hat. Der Antisemitismus ist ein Welterklärungsversuch für »den« Antisemiten, um für alle unverstandenen und abstrakten gesellschaftlichen Vorgänge eine Erklärung bereitzustellen. Darum muss die Entstehung des Antisemitismus immer auch vor dem Hintergrund konkreter gesellschaftlicher Formationen und Wandlungen analysiert werden. Eine Kritik, die es am Antisemitismus zu formulieren gilt, ist so immer auch eine Kritik der gesellschaftlichen Verhältnisse, in denen antisemitisch denkende Subjekte hervorgebracht werden.

16.07.2013 – „Doing sexism – Sexistische Diskriminierung und die Reproduktion von Geschlechterrollen“

Referent_innen: e*vibes

Ort: Dorotheenstraße 40 – Doro 40 – Limbach-Oberfrohna

Start:19.00Uhr

Genauere Infos zum Ankündigungstext folgen unter afadresden.blogsport.de und
schwarzerpeter.blogsport.de

07.08.2013 – “Zinsen, Zocker, Zionisten” Zum reaktionären Weltbild des regressiven Antikapitalismus.“

Referent: Lothar Galow-Bergemann

Ort: Chemnitz – Lesecafé im Kompott | Leipziger Straße 3

Start: 20.00 Uhr

Geht es gegen “Banken und Finanzmärkte”, findet sich manch vermeintlich radikaleR KapitalismuskritikerIn in trauter Eintracht mit Finanzminister, Fernseher und Frau Meier. Alle miteinander halten sie “die Gierigen, die den Hals nicht voll genug kriegen” für die Verursacher der Krise. Wer das kapitalistische Prinzip in “produktives Kapital” und “Finanzkapital” aufspaltet, landet zwangsläufig bei der Dämonisierung von Zirkulationssphäre und Finanzsektor. Eine alte Krankheit der Linken. Schon Lenins Imperialismustheorie und Dimitroffs Faschismusdefinition waren davon infiziert. Während Marx, für den Proletarier kein Vaterland hatten, von der freien Assoziation der Individuen träumte, feiern in der Linken “Völker” fröhliche Urständ – als eingebildete revolutionäre Antipoden des Finanzkapitals. Als ob es Auschwitz nicht gegeben habe, lebt eine vermeintlich radikale Linke weiterhin im ideologischen Korsett der 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Blind dafür, was der Wahn vom “Kampf der ehrlich Arbeitenden” gegen die “Gierigen, die die Völker aussaugen” angerichtet hat, kämpft sie gegen “Bankster und Spekulanten” und übt sich im Schulterschluss mit den reaktionärsten und menschenfeindlichsten Ideologien und Regimen der Welt. Der Referent zeigt Grundzüge einer nicht regressiven, reflektierten Kapitalismuskritik als Bedingung gelingender Emanzipation auf.

Lothar Galow-Bergemann, Stuttgart, langjähriger Personalrat, schreibt
u.a. in konkret, jungle world, iz3w, krisis.org und emmaundfritz.de