Wir sind da

Wir sind ein Zusammenschluss verschiedener Menschen mit dem Ziel eine emanzipatorische Gesellschaft zu erkämpfen und der Präsenz kapitalistischer und reaktionäre Ideologien entgegen zu treten.

Dresden, die Sächsische Landeshauptstadt, in der fortschrittsfeindliche Kräfte nicht nur im Landtag aktiv sind, hat eine lange braune Tradition. So gab es schon kurz nach der Machtergreifung der NSDAP Übergriffe auf jüdische Geschäfte in einem derartigen Ausmaß, dass sich sogar die lokale Parteileitung gezwungen sah, dem Mob aus SA und Antisemit_innen Einhalt zu gebieten. Auch heute noch steht ein großer Teil der Dresdner Bevölkerung ihrer Tradition in nichts nach. Aufarbeitung und Schuldeingeständnis finden in Dresden nicht statt, sondern man flüchtet sich in einen kollektiven und geschichtsrevisionistischen Trauerwahn.

Antifaschistischer Protest konzentriert sich auf die Aktionen rund um den 13. Februar. Beispielsweise am Mord von Marwa El-Sherbini wird ersichtlich, dass kaum ein Blick auf andere zu kritisierende Ereignisse fällt. Der nationalen Deutschtümelei, sowie anderem primitivem Gehabe wird fast uneingeschränkt Raum gelassen, was sich in rassistischen, sexistischen oder anderen Übergriffen entlädt.

Außerdem wird in Dresden kaum neuer Platz für freie Bewegungen eines linken, emanzipatorischen Lebens geschaffen, ganz im Gegenteil. Selbst in den als „alternativ“ angepriesenen Stadtteilen kommt es alltäglich zu Übergriffen aller Art. Es gehört zur Normalität, dass man mit rechtsoffenem Verhalten konfrontiert ist. Dies zeigt sich auch durch die Existenz mehrerer Lifestyle-Naziläden und der Bereitschaft einiger Kneipen Grauzonen- und offen rechtsradikale Bands auftreten zu lassen.

Es ist deutlich zu erkennen, dass die Repression und der Versuch, die linke Szene weiter zu kriminalisieren, ihre Spuren hinterlassen haben. Gerade in Dresden ist es durch den erfolgreich blockierten größten Naziaufmarsch Europas gut zu beobachten, wie mit §129, Telekommunikationsüberwachung und anderen Maßnahmen linke Strukturen handlungsunfähig gemacht werden sollen.

Angesichts der nicht abreißenden Repressionen, sowie reaktionären Schritten der Gesellschaft, ist es notwendig sich mit den Betroffenen zu solidarisieren und anderweitig aktiv zu werden.

Zur Chronologie der Ereignisse:
- 129 e.V.
- Kampagne „Sachsens Demokratie“

Die Chronik macht deutlich in welchem Umfang der Staat versucht, den antifaschistischen Protest zu vertreiben und keine Verwurzelung linker Politik zu gewährleisten.

Wir werden uns diesen Maßnahmen nicht fügen!

Organisieren!
       Solidarisieren!
                     Handeln!

                                   Antifaschistische Aktionsgruppe Dresden