Verteidiger des Abendlandes formieren sich

Artikel vom addn.me

Am frühen gestrigen Abend fand in der Dresdner Innenstadt wie schon eine Woche zuvor eine unter dem Deckmantel der “Islamkritik” angemeldete rassistische Demonstration von mehreren hundert Menschen statt (Bilder 1 | 2). Anders als noch in der vergangenen Woche, als kleine Gruppen von Teilnehmern mehrfach versucht hatten, kritische Personen im Umfeld anzugreifen, kam es dabei am Montagabend lediglich zu Drohungen gegenüber Journalisten. Obwohl sich die von einer Person aus dem Umfeld der örtlichen “Alternative für Deutschland” (AfD) angemeldete Demonstration gegen vermeintliche “Glaubens- und Stellvertreterkriege auf deutschem Bode” richtete, wurde in Redebeiträgen ein Zuwanderungsstopp für Menschen aus Krisenregionen und der Entzug der Staatsbürgerschaft für Salafisten gefordert. (mehr…)

Rechte Neofolk-Konzerte in Dresden und Leipzig

Am kommenden Wochenende (17-18.10.2014) soll das „Runes & Men Festival“ in der Leipziger „Theater Fabrik Sachsen“, einem notorischen Auftrittsort rechter Industrial- und Dark Wave Bands, stattfinden. Mit dabei werden sein, die Bands Fire + Ice, Rome, Of The Wand And The Moon, Die Weisse Rose, Spiritual Front, OWLS, Jasmin Ramsden, Jordan Reyne. Organisiert wird das „Runes & Men Festival“ wieder von der „Equinoxe Organisation“ .
Der Festivalname ist Programm; „Runes&Men“ ist auch einer der bekanntesten und beliebtesten Songs der Band „Death in June“. Erstmalig erschien er 1987 auf dem Album „Brown Book“, welches von der Bundesprüfstelle im selben Jahr aufgrund der Leugnung des Holocaust und Verherrlichung des NS-Regimes indiziert worden war. Das Album enthielt u.a. auch eine Vertonung des Horst Wessel Liedes, der inoffiziellen Hymne des NS-Regimes. Im Song selbst wird das Sample einer Rede von Viktor Lutze, dem Nachfolger von Ernst Röhm als Stabschef der SA, abgespielt, die er beim Reichsparteitag in Nürnberg 1934 hielt.


Rechtes Neofolk-Konzert in Dresdner Reithalle
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„Erinnern heißt kämpfen“ Demo am 25.10. in Leipzig

Aufruf von rassismus-toetet-leipzig.org zur Demonstration am 25.10.2014 in Leipzig.

Demonstration am 25.10.2014 in Leipzig.

Erinnern heißt kämpfen

Unsere Demonstration erinnert an Kamal K., der vor vier Jahren durch zwei Neonazis vor dem Leipziger Hauptbahnhof ermordet wurde. Sie erinnert daran, dass ein rassistisches Tatmotiv durch Ermittlungsbehörden und einige Medien bis fast zum Schluss, aber auch durch das Gericht, nicht in Betracht gezogen, nicht thematisiert oder komplett geleugnet worden ist. Sie erinnert daran, dass es sich um keinen Einzelfall handelt: In Leipzig wurden seit 1990 mindestens acht Menschen Todesopfer rechts-motivierter Gewalt; hinzu kommen zwei Verdachtsfälle – bundesweit gab es seitdem 184 weitere Fälle. (mehr…)

Reisewarnung/ Polizeieinsatz an Dresdner Bahnhöfen! (Operation „MOS MAIORUM“)

In enger Zusammenarbeit zwischen staatlichen Behörden und FRONTEX, wird es in dem Zeitraum vom 13. bis zum 26. Oktober, zu mehreren tausend Personenkontrollen an den Außengrenzen, aber auch Innereuropäischen Grenzen kommen. Die durch die italienische Regierung ins Leben gerufene Operation „MOS MAIORUM“, ist eine „Joint Police Operation“ (hierbei arbeiten Polizeibehörden aus der gesamten EU Hand in Hand) welche halbjährlich durch die jeweilige EU- Präsidentschaft organisiert wird. Dabei soll versucht werden Menschen mit Migrationshintergrund ohne Aufenthaltserlaubnis an Verkehrsknotenpunkten aufzugreifen, um diese abschieben zu können. (mehr…)

Antifaschistischer Stadtspaziergang in Gorbitz

Artikel vom addn.me

Am Dienstag, den 7. Oktober, spazierten etwa 30 Personen durch den Dresdner Stadtteil Gorbitz, um damit gegen rassistische Übergriffe auf Asylsuchende und Nazi-Propaganda in der jüngsten Vergangenheit zu protestieren. In Wohnblocks und Straßenzügen wurden Flugblätter verteilt, in denen die Bevölkerung dazu aufgefordert wurde, Naziaktivitäten und rassistische Übergriffe nicht zu dulden und sich dagegen nachbarschaftlich zur Wehr zu setzen. (mehr…)